
Vergangenes Wochenende wurde ich Fünfter bei der ITU Weltmeisterschaft. Ich habe das ganze Jahr hart trainiert, um endlich zu gewinnen. Aber ich war trotzdem sehr zufrieden mit meiner Leistung und auch dem Endresultat. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich drei Tage vor dem Wettkampf gar nicht laufen konnte.
Das ganze Jahr über verlief meine Vorbereitung perfekt. Es stand nur noch eine letzte Speed-Einheit bevor. Dann stolperte ich am Tag nach meinem Sieg beim Kalmar Sprint Tri. Es traf meinen Rücken.
Eigentlich fühlte ich mich nicht zu schlecht und schon nach einem Tag konnte ich eine gute 90 Minuten-Einheit laufen. Der Schmerz legte sich auch langsam. Das war gut so, denn ich hatte für die nächsten Wochen noch einiges vor! Aber nach zwei harten Trainingstagen merkte ich, dass ich nicht nur erschöpft war, sondern auch einen komischen Schmerz verspürte. Ich fühlte mich, als hätte ich gerade den Ironman hinter mich gebracht. Mein Masseur machte Überstunden und bearbeitete meine Muskeln. Die Zeit lief mir durch die Finger. Auf einen guten folgten zwei schlechte Tage.
Dann nahm ich an den schwedischen Meisterschaften über die olympische Distanz teil. Obwohl ich Dritter wurde, war ich nicht annähernd so schnell gelaufen, wie ich hätte laufen sollen. Und dann zwei Tage nach dem Rennen, in der finalen Woche vor dem großen Wettkampf, kam ich in der Früh nicht mehr aus dem Bett. Das war ein Problem! Radfahren und Schwimmen gingen relativ problemlos. Aber ich konnte nicht wirklich laufen. Ich hatte große Zweifel, als ich in den Flieger nach Amsterdam stieg. Gottseidank hatten wir einen hervorragenden Masseur dabei und wir fanden vor Ort einen Osteopathen, der Wunder vollbrachte. Nach nur einer Behandlung fand er das Problem in meinem Rücken und konnte mich wieder herstellen – unglaublich!
